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Hallihallooooooo, mmmrrrrrrhhhhh, miuuuuu, 

ich bin der Charly. Wie Ihr sehen könnt, bin ich ein wunderschöner kleiner Kater von edler Herkunft, nämlich ein Mix aus Perser- und Karthäuserkatze. 

Mein Geburtstag ist der 06.05.2011.

Weil meine Dosenöffnerin nicht mehr ohne Katze leben kann, bin ich nun in ihr Leben getreten. Ich gebe mir alle Mühe, sie aufzumuntern. Wie ich das so sehe, gelingt es mir ganz gut. Sie vermisst ihre "Micke" sehr. So hab ich viel Verantwortung, um alles wieder gut werden zu lassen.

 

 Charly

Heute, am 04.07.2011, bin ich von einer Zweibeinerin von meiner Mama, meinen Geschwistern und meinen Dosenöffnern in einem großen Ding, was brummt und fährt, abgeholt und in ein anderes Zuhause gebracht worden. Das war alles ganz schön aufregend für mich. Nun muss ich mich erstmal erholen und bald will ich das neue Zuhause erkunden und mir die Dosenöffnerin mal genauer angucken. Vorsichtshalber habe ich mich erstmal in eine Ecke verkrümelt und abgewartet, was passiert. Ich habe probiert, ob Fauchen und Gähnen auch zusammen geht, aber das funktioniert nicht. Muss ich wohl noch ein bisschen üben. 

   

 

So, heute ist mein zweiter Tag im neuen Wirkungsbereich. Ihr seht, dass ich mich mit dem Kratzbaum schon beschäftigt habe.

Auch einige Mäuse hab ich ausprobiert. Spielzeug ist genügend vorhanden, habe ich festgestellt. Die Zweibeinerin ist doch gar nicht so übel, wie ich auf den ersten Katerblick dachte. Der Mampf schmeckt hier auch ganz lecker.

In der Räuberhöhle im Kratzbaum ist es gewaltig kuschelig. Fast so schön, wie bei meiner Mama. Da kann ich herrlich schlummern und mich von den Strapazen der anstrengenden Mäusejagd ausruhen. Einen kleinen Patzer hab ich mir erlaubt.

Leider habe ich den Korb, in dem ich hierhergekommen bin, mit dem Katzen-WC verwechselt. Hab aber nicht ausgeschimpft bekommen.

Kann ja mal passieren.

   
Bei meiner neuen Dosenöffnerin wohnt noch jemand. Sie sagt, es ist George und er ist ein Labrador, also ein Hund. Mir ist er ein bisschen zu groß und zu schwarz. Wenn er in mein Katerzimmer kommt, brumme ich ihn ganz gefährlich an und fauche dazu. Das macht großen Eindruck auf ihn und er verschwindet dann auch bald. Er soll sich mal gleich dran gewöhnen, dass ich jetzt hier das Miauen habe!

 

Der dritte Tag im neuen Heim. Mittlerweile gefällt es mir hier ganz gut. Hab mir schon ein paar andere Zimmer angesehn. 

Dabei hab ich festgestellt, dass da hinter so ner glänzenden Scheibe, ein Kater ist, der genauso aussieht wie ich. Ich hab versucht, mit ihm zu spielen und hab ihm auch gedroht. Aber es passierte nichts, außer, dass er immer genau das gleiche machte, wie ich. Hmmmmm???

 

Ich bin hier heute schon ganz schön rumgehüpft und hab getobt. Leider mag der George das nicht. Er will mich dann fangen und da muss die Zweibeinerin eingreifen. Für meinen Katerteil finde ich ihn gar nicht mehr so schlimm. Bin schon wie ein großer Kater auf ihn zugegangen und hab gar nicht gefaucht. Aber wenn er nicht will .....

Da ist mein neues Frauchen ja ganz anders. Die kümmert sich sehr gut um mich. Ich brauch nur ein, zweimal zu miauen, dann ist sie zur Stelle. Sie schmust und spielt mit mir, bringt mir leckeres Essen und erzählt mir was. Ach ja, und das mit dem Katzenklo haben wir auch im Griff. Ich hab kurzerhand ein anderes bekommen.

 

 

Bei näherer Untersuchung von Angelika habe ich festgestellt, dass diese Jeanshosen aus ziemlich widerstandsfähigem Stoff sind -und außerdem - in Hosenbeine kann man herrlich reinkrabbeln.

 

Nun bin ich schon wieder einen Tag mehr hier. Und noch einen..... Da ich ja ganz schön viel zu tun habe, ist es mir gar nicht so aufgefallen, dass schon wieder zwei Tage vergangen sind. Es gibt sooooo viiiiiiel zu entdecken, dass ich gar nicht genug Zeit habe. Schönheitsschlaf ist natürlich auch ganz wichtig! Heute hab ich mir mal ein anderes Katerkuschelbettechen genauer betrachtet. Es liegt eine weiche Decke drauf mit einer Maus dran! Nicht schlecht, oder?!? Kratzbretter habe ich auch schon einige entdeckt. Ist ja schließlich gaaaaaanz wichtig für meine Waffenpflege.   

George, mein neuer Hundekumpel kommt mich auch öfter in meinem Zimmer besuchen. Aber nur mit Angelika zusammen, die ihn dann festhält, damit mir nichts passieren kann. Allerdings ist der George eigentlich ganz lieb. Er wedelt und freut sich und erzählt mir ganz leise was. Oft steht er auch vor dem Fenster und guckt mich an. Er möchte gerne zu mir. Frauchen sagt, er will auch gar nicht mehr lange seine Spazierrunden mit ihr machen, er will immer gleich wieder nach Hause zu mir.
 


 

 

Ich war mutig und hab jetzt mal das große Katzenklo benutzt. Es steht in einem richtig gefliesten Badezimmer. Ganz schön katerfeudal. Beklagen, was das Personal und die Einrichtung angeht, kann ich mich nicht. Demnächst will ich dann weiter auf Entdeckungstour. Eine große Diele hab ich schon gesehn und eine Treppe, die nach unten irgendwohin führt. Bin aber eine Stufe heruntergepurzelt und meine Dosenöffnerin meinte dann, ich soll lieber wieder raufkommen. Hab ich glatt gemacht.

Meine Angelika hat auch noch andere Namen für mich. Eigentlich heiße ich ja nur Charly. Aber sie nennt mich auch Nase, Charly Peng, Charly Chaplin oder auch mal Charles Bronson. Sie sagt, die Namen passen alle zu mir. Weiß nicht genau, wie sie das meint, aber das finde ich schon noch raus!

Gerne guck ich auch aus der Terrassentür hinaus in den Garten. Sieht alles groß und interessant aus. Ich hoffe nur, dass ich da auch bald mal rumstöbern und toben kann.

Viel Spaß macht es mir, wenn ich ganz schnell an der durchsichtigen Tür hochspringe und dabei den George, der draußen steht und zu mir reinguckt, erschrecke. 

Ein tolles Spielzeug sind auch die Schuhe von Angelika. Da kann ich so schön reinkrabbeln und dran knabbern. Ich glaub schon, dass die Dinger auch kaputtzukriegen sind. Ich arbeite jedenfalls dran.

Frauchen meinte heute, ich hätte in den letzten beiden Tagen ziemlich viel aufgeräumt. Na ja, ich hab halt nur so nen Topf umgeschmissen, die Gardinen in meinem Zimmer getestet, mich auf den Sonnenhut gesetzt, so dass er jetzt schön platt ist, die Decke und das Kissen vom Schaukelstuhl entfernt und mir damit eine Versteckhöhle gebaut.

Ich meine schon, dass es zu meinen Aufgaben gehört, Angelika ein bisschen zu helfen.

 

 
 

 

 

 

Heute hatten wir Besuch von Wally und Stani, das sind Menschenfreunde von Angelika. Sie waren beide sehr lieb zu mir. Wally durfte mich sogar auf den Arm nehmen. Da hab ich ihr ein kleines Schnurrkonzert gegeben. Stani hat fein mit mir gespielt. Nicht so übel, diese Zweibeiner.

Hab dann auch noch ein kleines Schauspiel gegeben. Bin an der Gardine hochgeklettert und habe George auf mich aufmerksam gemacht. Er lässt keinen Blick mehr von mir. 

Wir haben lange so gespielt. George ist von draußen gehüpft und ich in meinem Zimmer. Das war lustig, was auch die Zweibeiner fanden. Sie haben sich köstlich über uns amüsiert und meinten, es sei besser als fernsehn, was auch immer das sein mag. 

 

Angelika hat gemeint, sie müsse mal Wäsche waschen. Hab ich mir ja nicht zweimal sagen lassen und ihr fleißig geholfen beim Sortieren. Ich hab im Korb gesessen und Regie geführt. Dann habe ich mir ihr Schlummerbett angeguckt. Mannomaus, das ist aber groß. Und da sind viele Kissen, ein ganz toller Spielplatz. Versteckmöglichkeiten ohne Ende.

Die Zimmer habe ich mir jetzt alle angeschaut und auch für in Ordnung befunden. Der eine Raum ist ganz groß. Meine Zweibeinerin sagt, das ist das Wohnzimmer. Da gab es viel zu untersuchen. Interessant fand ich die Couch, da kann man kuscheln und schlummern, aber auch mit Angelika rumtoben und wie ein Wilder über den roten Teppich sausen.

   
   

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